Neues aus der „Zentrale“

GEMA-Newsletter 07/2009

Liebe GEMA-Mitglieder, liebe Leserinnen und Leser, diese Ausgabe erscheint aus aktuellem Anlass:
Sie ist ausschließlich der im Internetportal des Petitionsausschusses des Deutschen Bundestags zur Diskussion eingestellten öffentlichen Petition mit Bezug auf die GEMA gewidmet, die in den vergangenen Wochen große Aufmerksamkeit erregte und viele Unterzeichner fand. Zahlreiche GEMA-Mitglieder beteiligten sich am Meinungsaustausch, der oftmals sehr emotional geführt wurde. Wir möchten Sie herzlich dazu einladen, im Forum unter https://epetitionen.bundestag.de mitzudiskutieren und nutzen im Rahmen dieses Newsletters die Gelegenheit, einige der an uns gestellten Fragen zu beantworten. Dazu haben wir im Folgenden für Sie die wichtigsten Fakten und Informationen rund um die Petition zusammengestellt. Für Ihre Fragen und Anmerkungen stehen wir natürlich gerne weiterhin als Ansprechpartner zur Verfügung.

Eine informative und interessante Lektüre wünscht Ihnen Ihr Dr. Harald Heker Vorstandsvorsitzender

Öffentliche Petition mit Bezug auf die GEMA vom 19.5.2009 Womit befasst sich die Petition?

Die im Internetportal des Petitionsausschusses des Deutschen Bundestags zur Diskussion eingestellte öffentliche Petition bestätigt die Legitimation der GEMA als Vertretung der Musikurheber und befürwortet deren Aufgaben und Funktion, regt aber zugleich eine Neuausrichtung der GEMA an. Den Volltext der Petition finden Sie hier… Was bisher geschah – ein Rückblick Am 19. Mai 2009 wurde die Petition ins Internetportal des Deutschen Bundestags eingestellt. Zunächst hielten sich die Zahl der Mitzeichner und die öffentliche Aufmerksamkeit in Grenzen. Ab dem 17. Juni 2009 kursierten in diversen Internet-Foren und Social Networks gestreute Falschmeldungen über die Erhöhung der Tarife für Konzertveranstaltungen (angebliche Erhöhung um 600%). Dass die Konzerttarife für die kleineren Veranstalter nicht erhöht wurden und die übrigen Tarife bis zum Jahr 2014 stufenweise lediglich auf 8% netto angehoben werden, konnte durch die Pressestelle der GEMA richtig gestellt werden. Die Zahl der Petitions-Befürworter stieg weiter kontinuierlich an (zu dieser Zeit ca. 1200). Ab dem 20. Juni 2009 erfolgten klassische „Guerilla“-Marketing-Maßnahmen, wie z. B. Massenmailings an ausgewählte Zielgruppen wie Medienvertreter, Veranstalter, Politiker und Musikschaffende. Die Botschaften dieser Mailings waren je nach Zielgruppe unterschiedlich. Sie reichten von: „GEMA-Wucher: Tariferhöhungen um 600% – unbedingt die Petition unterzeichnen!“ bis zu „Ausverkauf der Kultur“ und „Kulturvernichter GEMA“. Mit dem bei allen E-Mails eingefügten Hyperlink wurden die Adressaten direkt zur Petitionsseite geführt. Die Mailing-Aktionen hatten gigantische Ausmaße und dauerten an, bis die 50.000 erwünschten Unterschriften erreicht waren, d.h. bis zum 25./26. Juni. Zunehmend äußerten sich auch GEMA-Mitglieder, die anhand ihrer persönlichen Erfahrungen berichteten. Sie diskutieren teilweise sehr kontrovers über die Solidargemeinschaft und die Frage, ob Reformen notwendig seien und wenn ja, in welchen Bereichen. Die Zeichnungsfrist der Petition endet am 17. Juli 2009, bislang wurde die Petition über 90.000-mal online unterzeichnet. Die GEMA stellt sich dieser großen Öffentlichkeit, und sie sucht die sachliche Diskussion und Information mit ihren Mitgliedern und Kunden sowie auch mit Medienvertretern und allen weiteren Interessenten. Diese Gespräche werden persönlich, in Form von Pressegesprächen, aber auch in Internetforen und Social Networks geführt – denn in diesen Internet-Netzwerken vernetzen sich die an der Petition Interessierten, egal ob Befürworter oder Gegner.

Was ist dran an der Diskussion?

Relevante Informationen und Fakten für Musiknutzer und Veranstalter

Stimmt es, dass…?

… die GEMA die Gebühren für Veranstalter um 600% erhöht? Nein!

… kleine Veranstalter von den Tariferhöhungen betroffen sind? Nein!

… es eine Härtefallnachlassklausel gibt?

Ja!

… dass der Kostensatz der GEMA 30% beträgt?

Nein! Der Kostensatz liegt seit Jahren bei um die 15%

„Uns betrifft die Petition“

– Informationen und Fakten für GEMA-Mitglieder:

Zahlreiche GEMA-Mitglieder beteiligen sich rege an der Diskussion rund um die Petition und setzen sich intensiv mit der Struktur der GEMA auseinander. Dieses Engagement ist wichtig, denn schließlich sind es die Mitglieder, die die GEMA ausmachen. Die sachliche Kritik seitens der GEMA-Mitglieder gilt hauptsächlich: – der Verteilung (Pro-Verfahren) – der Abrechnung – der Mitbestimmung Die Mitglieder äußern dabei häufig den Wunsch nach Modernisierung und Verbesserungen. Diese Wünsche werden von Seiten der GEMA sehr ernst genommen: Bereits 2006 hat die GEMA eine Mitgliederbefragung durchgeführt, deren Ergebnisse in ihre Unternehmensstrategie eingeflossen sind und sukzessive umgesetzt werden. Veränderungen einer auch international vernetzten Organisation wie der GEMA können aber nicht ad hoc geschehen, sondern brauchen Zeit. Im Zuge der Stellungnahme der GEMA zum Bericht der Enquete-Kommission „Kultur in Deutschland“ des Deutschen Bundestags, die im März dieses Jahres im Rahmen eines Parlamentarischen Abends in Berlin vorgestellt wurde, wurden bereits einige wichtige Neuerungen aufgegriffen. Ein Baustein ist beispielsweise der neue Sozial- und Kulturtarif der GEMA, der insbesondere Kleinveranstaltern deutlich bessere Rahmenbedingungen bietet. Ein wichtiger Punkt ist auch die Kommunikation: Dem in der Mitgliederbefragung klar geäußerten Wunsch nach einer aktuellen und transparenten Information wurde mit der Einführung der neuen Print-Publikation virtuos, die seit Dezember 2008 allen 63.000 GEMA-Mitgliedern dreimal jährlich per Post zugestellt wird, und dem seit September 2008 monatlich erscheinenden E-Mail-Newsletter unmittelbar entsprochen. Bereits 2007 wurde aufgrund der Umfrageergebnisse mit der kontinuierlichen Neugestaltung der Website der GEMA begonnen. Noch in 2009 ist ein weiterer Relaunch vorgesehen. Bei anderen Themen, wie z.B. der Neugestaltung von Formularen und dem Ausbau von weiteren Service-Angeboten für Mitglieder und Kunden, sind Prozesse in Gang gesetzt worden, die zu weiteren deutlichen Verbesserungen führen werden. Aufgrund der komplexen Anforderungen und auch der unterschiedlichen Zielgruppen, an die die GEMA sich wendet, können Änderungen nicht immer direkt umgesetzt werden. Denn teilweise sind Neuentwicklungen erforderlich, teilweise die Änderung von Rahmenbedingungen, die nicht nur von der GEMA bestimmt werden können. Was aber für die GEMA immer im Mittelpunkt steht, sind ihre Mitglieder. Und deswegen werden Kritik und Beschwerden, sei es im Rahmen der Petitions-Diskussion oder auch unabhängig davon geäußert, sehr ernst genommen.

GEMA-Vorstandsvorsitzender Dr. Harald Heker: “Wir gehen jeder Beschwerde unserer Mitglieder nach.“

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Published in: on Juli 10, 2009 at 11:24 am  Comments (1)  
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  1. […] der Verein GEMA selbst reagiert mit außerordentlichen Newslettern an seine Mitglieder und einer […]


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