Es war einmal….

So manches von all dem, was wir täglich über die Handlungspraktiken der GEMA erfahren klingt einfach unglaublich. Doch so märchenhaft das ein oder andere auch klingen mag, die beiden Initiatorinnen der Petition haben beide jeweils ihr eigenes Märchen erfahren dürfen.

Monika Bestle: Mein Sommermärchen

Teil I

Aufgrund einer schweren Erkrankung konnte ich meine „GEMA-Hausaufgaben“ nicht rechtzeitig erledigen, was ich der GEMA Augsburg per Mail mitteilte und um Verständnis bat.
In diesem Zusammenhang sei gesagt, dass es neben den zahlreichen unfreundlichen und ich wage zu sagen inkompetenten GEMA-Mitarbeitern auch verständnisvolle, freundliche und im Rahmen ihrer Möglichkeiten kooperative Mitarbeiter gibt. Einem solchen habe ich zu verdanken, dass ich, einigermaßen, vom Arbeitsaufwand her, erträgliche Bedingungen erhielt. Das bedeutet, dass zum einen, nach langem hin und her, nach der Mißverhältnisklausel abrechnet wird – für mich eine Selbstverständlichkeit, die eigentlich keines Lobes bedarf – und zum anderen, ich meine gesamten Veranstaltungen nachmelden kann. So weit so gut!

Als ich nach einem 3/4-Jahr so langsam wieder auf die Beine kam und mich an die Aufarbeitung der liegengebliebenen Arbeiten, einschließlich Finanzamt und „GEMA“ machte, erhielt ich zeitgleich eine GEMA-Jahresrechnung mit 100-%igem Aufschlag – ein für die Kulturwerkstatt ruinöser Betrag. Nach einigem Hin und Her gewährte mir die GEMA, Gott sei Dank, meine üblichen Konditionen.

Zeitgleich erhielt ich eine Rechnung für eine Veranstaltung, die angeblich in einem Zelt stattgefunden hätte. Ich teilte der GEMA mit, dass dies nicht der Fall gewesen sei und bat um Stornierung derselben.

Antwort von der GEMA: Das müssen Sie uns beweisen

Daraufhin überreichte ich der GEMA einen Auszug meines Monatprogrammes, aus dem eindeutig hervor ging, dass die Veranstaltung nicht in der Kultur-Werkstatt sein konnte und bat wiederum um Stornierung der Rechnung.

Antwort von der GEMA: Dann müssen Sie uns sagen, wo diese Veranstaltung stattgefunden hat!

Das war ein Hammer! Ich hatte keine Ahnung. Ich sah mich schon beim Anwalt! Nachdem mein Urlaub vor der Türe stand blieb dies „Gott sei Dank“ noch etwas liegen und ich hatte das Glück nochmals von der GEMA einen Brief mit einigen anderen „Klärungswünschen“ zu erhalten. Diesem Brief lag ein Zeitungsartikel bei.
Eine Besprechung der Veranstaltung die angeblich bei mir stattgefunden hätte. Eine Besprechung aus einer Stadt in zirka 60 km Entfernung.

Bevor ich beruhigt in Urlaub fuhr, unterrichtete ich die GEMA von diesem Vorhaben mit der Bitte um ein wenig Geduld zwecks der Beantwortung ihrer Fragen und bat nochmals um Stornierung der Rechnung!

Als ich vom Urlaub zurück kam fand ich einen Brief eines Rechtsanwaltbüros vor, mit der Aufforderung die Rechnung innerhalb einer Woche zu begleichen, andernfalls würde das gerichtliche Mahnverfahren anlaufen.
Gleichzeitig überreichten sie mir eine zusätzliche Rechnung für ihre bereits angefallenen Kosten!

Der nächste Brief, den ich an die GEMA sandte, fiel mir dann nicht besonders schwer!
Die Stornierung erfolgte prompt versehen mit einer kurzen Entschuldigung.

Teil II

…und das war´s also?!

Nein, drehen wir den Spieß doch einmal um und schauen was dann passiert!

So erlaubte ich mir, meine Mehrarbeit – Telefonate, Briefverkehr und sogenannte Recherchearbeit – der GEMA nun meinerseits in Rechnung zu stellen.

Zunächst passierte gar nichts!
Daraufhin sandte ich der GEMA eine freundlich formulierte Mahnung und dann erhielt ich postwendend folgenden Brief:

Brief

Brief

Wenn zwei das Gleiche tun, ist es noch lange nicht das Selbe!

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Published in: on Juli 13, 2009 at 4:49 pm  Schreibe einen Kommentar  
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