Und weiter geht´s!

Nein, Ruhe kehrt noch lange nicht ein. Auch andere Initiatoren beschreiten nun den Weg über den Deutschen Bundestag um der GEMA zu zeigen, dass sie nicht alles machen kann.

Wir verweisen hier auf eine Petition, die sich mit der Frage der Monopolstellung im Bezug auf die europäische Rechtssprechung beschäftigt.
Text der Petition

Der Deutsche Bundestag möge beschließen dass die Monopolstellung der GEMA beendet wird und die Richtlinien der Europäischen Gemeinschaft hinsichtlich der freien Wirtschaft (Free Trade) zur Anwendung kommen.“..
Begründung

Die europäische Gemeinschaft verbietet eine wettbewerbsbeschränkende Geschäftspraxis (restriktive Praxis) und steht für eine freie Wirtschaft innerhalb der Staaten der europäischen Gemeinschaft (Free Trade).
Musiknutzer sollten das Recht haben, eine verantwortungsbewusste Musikverwertungsgesellschaft wählen zu können, die die eingenommenen Gebühren an die entsprechenden Künstler und Komponisten weiter leitet. GEMA verpflichtet sich, gegen einen angemessenen Tarif ein Musiknutzungsrecht zur Verfügung zu stellen. Der GEMA Tarif jedoch ist im Gegensatz zu Tarifen anderer Musikverwertungsgesellschaften in Europa nicht angemessen!
Eingenommene Lizenzgebühren werden meistens nicht an die entsprechenden Künstler und Komponisten weitergeleitet .
Meistens nehmen Gesellschaften zwischen 10 bis 15 % der eingenommen Lizenzgebühren zur Kostendeckung, die GEMA beansprucht zurzeit fast doppelt so viel!

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Published in: on Oktober 24, 2009 at 12:24 pm  Comments (2)  
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2 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. Es ist absurd, dass ich als europäischer Staatsbürger in einem deutschen Gericht um mein Grund Recht kämpfen muss, um eine korrekte und faire Musiklizenz an eine Musikbewertungsgesellschaft meines Vertrauens zahlen zu dürfen.
    Über mehrere Jahre habe ich meine Musiklizenz an GEMA bezahlt die Tanzunterricht in vorwiegend Deutschland, aber auch England, Polen und Luxemburg deckt.
    Anfang 2005 habe ich diese umgestellt und zahle an GEMA nur eine Musiklizenz für die Musiknutzung im Vorraum meiner Tanzschule sowie eine zweite Lizenz (einen Pauschal GEMA Vertrag mit der deutsche Sporthilfe).für meinen Tanzsportverein für Übungsabende.
    Mein GEMA Vertrag über eine Musiklizenz für Tanzunterricht habe ich schriftlich gekündigt und einen Vertrag mit PRS abgeschlossen, einer englischen Musikbewertungsgesellschaft.

    Dies habe ich aus folgenden Gründen gemacht:
    1:
    In der Tanzschul- und Tanzsportindustrie ist es kein Geheimnis, dass die Mehrzahl der Musik die genutzt wird ist von PRS lizenziert ist.

    2:
    PRS bietet einen einheitlichen Tarif, der betrifft alle Tanzlehrer/ Tanzsporttrainer in allen international anerkannten Tanzlehrerverbänden.

    3:
    Die Auszahlung der PRS an die Artisten ist sehr transparent und korrekt.

    4:
    PRS scheint ihren Haushalt unter Kontrolle zu haben und nehmen zwischen 10% bis 14% Kosten. Der Rest wird an die Artisten ausgezahlt, die wir nutzen. PRS sowie einige Verbände in Europa, können eine Garantie geben, dass von dem Geld, das für Tanzunterricht eingenommen wird, der entsprechende Teil an die Artisten weiter gegeben wird. Eine PRS Lizenz ist auf gar keinen Fall die günstigste aller Bewertungsgesellschaften (viel billiger ist z. B. Frankreich oder Italien). Aber PRS ist meiner Meinung nach die einzige Organisation in Europa die fair und korrekt arbeitet und bietet einen Tarif an, der für jede Tanzschule gleich ist. Sie haben ein durchschaubares und transparentes Auszahlungssystem. Dies ist bei der GEMA leider nicht der Fall.

    Jedes Jahr gebe ich ein Kopie der bezahlt PRS Lizenz an GEMA weitergeleitet um zu beweisen, dass ich eine gültige Musiklizenz besitze.

    5 Jahre später (2009), klagt die GEMA und verlangt eine doppelte Zahlung der bereits gezahlten Musiklizenz an die GEMA, obwohl diese bereits bei PRS gezahlt wurde. Dies mit dem Argument, dass sie ein Monopol in Deutschland haben.
    Das britische Konsulat hat versucht diese Problematik mit Menschenverstand zu lösen und die GEMA hat auch bestätigt, dass eine Doppelzahlung der Musiklizenz (genau so wie bei der Steuer), nicht korrekt sei.

    Viele Tanzschulen in Deutschland haben einen angeschlossenen Verein um die unrealistisch hohen Zahlungen an die GEMA zu umgehen. Wenn man eine Gruppe von Personen im Verein unterrichtet, zahlt man eine GEMA Pauschale von 0,07 Euro (7 Cent) pro Mitglied pro Jahr. Diese deckt das Gruppentraining so wie die Übungsabende.
    Für genau denselben Unterricht mit demselben Lehrer/ Trainer, derselben Musik und denselben Schülern stellt GEMA eine Rechnung von 3,75% des Bruttoumsatzes an die Tanzschule.

    Mein Verein, TSC Europa e.V. besteht seit 1994. Allerdings besteht nicht, um die Musiklizenzzahlung zu umgehen, sondern um den Tanzsport besonders auch bei Kindern und Jugendlichen zu fördern.
    Wenn das deutsche Gericht entscheidet, dass das Monopol der GEMA korrekt ist, muss meine Tanzschule als Verein geführt werden. Ich spare dann natürlich viel Geld für eine Musiklizenz mit PRS und zahle einen sehr minimalen Beitrag für den Verein.
    • Ist dieses wirklich notwendig?
    • Ist dieses wirklich korrekt?
    • Ist dieses in dem Interesse der Musik Industrie?
    Von meinem Großvater und meinem Vater habe ich immer gelernt, man sollte fair und korrekt handeln.
    • Ist die GEMA Lizenz wirklich fair und korrekt?

  2. Als Engländer und auch als über 50jähriger und trotz viel Arbeit in Deutschland, habe ich eine Qualität erhalten, die man „Menschenverstand“ nennt. Mein Menschenverstand sagt mir folgendes:
    1. Die meiste Musik die in Ballettschulen, Tanzschulen, Tanzsportvereinen and Dance Colleges benutzt wird, ist an PRS lizenziert (eine andere Musikbewertungsgesellschaft in Europa) Ich brauche also eine Lizenz mit PRS um diese Musik zu nutzen.
    2. Wenn Monopol und Kartells in anderen europäischen Ländern nicht mehr erlaubt ist, sollte dieses kein Problem sein. Wenn ich ein Ford Auto kaufe, bin ich nicht verpflichtet zu einem Audi-Händler zu gehen, weil dieser ein Monopol hat.
    3. Wenn PRS einen einheitlichen Musiknutzungstarif anbietet, durch den BDC gültig für alle qualifizierten Tanzlehrer in 14 verschiedenen Tanzverbänden und durch meine Verbandsangehörigkeit bin ich berechtigt diese zu nutzen so sollte ich es tun.
    4. Darum sollte mein Grundrecht als europäischer Staatsbürger verweigert nur weil die GEMA ihr Monopol schützen möchte.
    5. Das Monopol der GEMA ist aufgehoben, seit mehrer Jahre für Artisten, Sie haben schon freie Wahl und dürfen eine andere Verwaltungsgesellschaft beauftragen nach ihrem Vertrauen. Für große Musiknutzer wie z.B. RTL in Luxemburg, die in mehreren Ländern senden, ist das Monopol auch aufgehoben. Sie dürfen eine „One Stop“ Lizenz nehmen, und sind nicht verpflichtet das GEMA Monopol zu unterstützen.
    6. Viele meiner international tätigen Kollegen aus dem ISTD Vorstand zahlen ihre PRS Lizenz und unterrichten in verschiedenen Ländern. In Malta, Griechenland, Italien, Korea, Hongkong oder Spanien ist dies kein Problem. Warum muss Deutschland eine Ausnahme nur wegen dem GEMA Monopol darstellen?
    7. PRS ist nicht die günstigste Musiklizenz (andere Länder sind günstiger) Vielleicht ist das ein Grund, warum sie kein Problem machen.
    8. Wenn andere Firma haben einen unrealistischen Vertrag oder überhöhte Tarif jeder hat das Recht zu wechseln und sie werden vom Kartellamt bestraft. Warum nicht die GEMA?
    9. Für ISTD Tanzprüfungen in verschiedenen Tanzbereichen, gibt es Pflichtmusik vom ISTD vorgeschrieben. Diese ist Lizenzfrei und gehört dem ISTD, nicht der GEMA. Warum kann eine Firma Geld für diese Musik verlangen, deren Artisten sie nicht vertreten?
    10. Wenn jemand Steuern zahlt, gibt es für die europäischen Länder ein Abkommen und man zahlt seine Steuern nur einmal. Warum kann die GEMA eine doppelte Zahlung für dieselbe Musik, dieselbe Musik und dieselben Personen verlangen? Dies kann nur von einem Monopol unterstützt werden.
    11. Mit RTL gegen die GEMA hat der europäische Gerichtshof in ihrem Bericht festgelegt, dass die GEMA keinen besonderen Schutz hat und wie jede andere Firma/GmbH oder Verein zu behandeln ist. Wenn eine normale Firma in Deutschland mit derselben Art und Weise wie die GEMA handelt, ist mit strengen Konsequenzen zu rechnen.
    12. Warum hat die GEMA nicht gesehen, dass sie in einer freien Wirtschaft mehr Chancen haben, als in einem Monopol? In einer freien Wirtschaft müssen sie anerkennen, dass ihr Produkt „Artisten und Musik“ und ihr Kunden „Musiknutzer“ sind. Durch einen realistischen und fairen Umgang mit Artisten und angemessene und unkomplizierte Tarife für Musiknutzer und die Einführung von „Customer Care“ und dem Weglassen von Druckmaßnahmen, hätten sie viel mehr Chancen in der EU und ihr Erfolg läge nicht in hohen Tarifen oder Druckmitteln, sondern in ihrem Service und Ehrlichkeiten.
    13. Hoffentlich handeln unserer Politiker mit Menschenverstand, wenn in der öffentliche Sitzung über die verschiedenen Petitionen (diese inklusive) verhandelt wird.


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